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Daten mögen für viele Branchen das "neue Öl" sein. Aber für die Versicherungsbranche waren Daten schon immer der Eckpfeiler ihres Geschäftsmodells.

"Die Versicherungsbranche hat sich im Wesentlichen auf der Grundlage der Verarbeitung und Analyse von Daten über lange Zeiträume hinweg entwickelt", meint Shailesh Yadav, Regional Head - DACH Insurance bei Tata Consultancy Services (TCS).

Für die Branche geht es jetzt darum, diesen Vorsprung zu halten, um Erkenntnisse aus Daten für schnellere und Echtzeit-Entscheidungen einzusetzen. Die Nutzung von Daten hat sich grundlegend verändert, um den neuen technischen Möglichkeiten und auch den Herausforderungen gerecht zu werden. Und zudem den Geschäftswert zu erhöhen.

Die Bedeutung der Datenmonetarisierung

Aufwand und Budget den Versicherungsunternehmen einsetzen, waren nie höher als heute, um die Datenbestände aufzubereiten und zu verwalten. Der Wert von Daten für Unternehmen ist in den letzten Jahren ebenfalls stark gestiegen. Ebenso wie die Wahrnehmung dieses Wertes.

Jedoch ist die Messung des geschäftlichen Wertes von Daten, um mehr Investitionen in Datenanalysen zu rechtfertigen, eine der größten Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für die Elemente unter dem ‚Eisberg‘ wie Datenmanagement, -qualität und -besitz.

Die Verfolgung der Datenmonetarisierung - die Umwandlung von Dateninvestitionen in Geschäftswert - ist entscheidend, um zu zeigen, dass sich diese Investitionen auszahlen.

Um dies zu erreichen, müssen Chief Digital Officers (CDOs) sicherstellen, dass die Datenoperationen mit den entsprechenden Experten, den Kundenzielen und dem Kundenverhalten abgestimmt sind und greifbare KPIs definieren, um den Geschäftswert und den Return on Investment nachzuweisen.

„Mit Hilfe von Automatisierung, Cloud und dem Einsatz weiterer Technologien wird sich der Aufwand für das Datenmanagement verringern. Dadurch können schneller Erkenntnisse generiert und Entscheidungen in Echtzeit getroffen werden“, betont Dinanath Kholkar, Vice President & Global Head, Analytics & Insights, TCS

Dies ist besonders wichtig, weil sich die Rolle des Versicherers verändert: Anstatt Risiken einfach nur zu übertragen, suchen die Kunden eine enge Partnerschaft mit ihren Versicherern, um gemeinsam Lösungen zu finden und Risiken zu teilen.

Neue Risiken, neue Chancen

Einer der Bereiche für datenbasierte Entscheidungsfindung mit großem Einfluss auf die Leistung der Versicherer ist die Risikobewertung. Aber hier zeigen sich einige der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Sparten und Märkten, wenn es um die Risikobewertung geht.

Zum Beispiel gibt es in der Lebensversicherung für Schwellenländer nur wenige historische Daten, auf die man zurückgreifen kann, so dass Versicherer möglicherweise die gemeinsame Nutzung von Informationen anderer Versicherer in Betracht ziehen müssen, um eine verzögerte Entscheidungsfindung zu vermeiden. 

Die Verfügbarkeit von externen Daten aus Sensoren, Geodaten und anderen Drittquellen kann ebenfalls eine Herausforderung darstellen. Anstatt hier alle verfügbaren Datenquellen auszuschöpfen, empfiehlt sich ein Prozess der kontinuierlichen Erkundung, Analyse und Identifizierung der besten Quellen.

Und dann ist da noch die Frage der Versicherung gegen neue oder sich entwickelnde Risiken, wie z.B. Cyber-Bedrohungen. Diese sind sehr dynamisch, so dass sich die Versicherer ständig auf neue Risiken und deren Weiterentwicklung einstellen müssen.

Die Bedeutung von Data Governance

Während sich Datenanalyse und -management sprunghaft weiterentwickelt haben, bleibt die Governance eine Herausforderung für die Branche. Die Investitionen in diesem Bereich werden in den nächsten Jahren exponentiell ansteigen, wobei Konzepte wie Datenschutz und Datensicherheit im Mittelpunkt stehen. 

Hier muss die Versicherungsbranche proaktiv handeln und viel Zeit investieren, um herauszufinden, wie sie  mit diesen Themen umgeht, anstatt zu riskieren, dass Unternehmen davon unvorbereitet getroffen werden.

Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass Daten zunehmend aus externen Quellen stammen. Öffentliche und andere externe Daten werden zusammengeführt, um tiefere Einblicke zu gewinnen, was neue Herausforderungen für die Data Governance mit sich bringt. 

Bei der Kodifizierung von Data Governance müssen die CDOs von Versicherungsunternehmen sicherstellen, dass ihr Ansatz greifbar und integrativ ist und Möglichkeiten bietet, von denen das gesamte Unternehmen profitieren kann. Er muss die Ziele und die Strategie des Unternehmens direkt unterstützen - und sich an diese anpassen, sobald sie sich verändern. 

Die Einrichtung der richtigen Governance-Struktur ist auch für die globalen Versicherer eine Herausforderung. Eine Kombination aus global und lokal scheint hierfür der vielversprechendste Ansatz: mit zentralisierten Shared Services und Governance, aber der Freiheit für lokale Unternemensbereiche zu entscheiden, wie sie innerhalb dieses globalen Rahmens am besten Geschäftsergebnisse erzielen.

Datenkompetenz erlangen

Eine weitere wichtige Aufgabe für die CDO-Abteilung ist die Ausbildung. Trotz der engen Beziehung der Branche zu Daten besteht immer noch die Notwendigkeit, die Datenkompetenz im gesamten Unternehmen zu fördern, und zwar nicht nur bei Underwritern, Aktuaren und IT-Mitarbeitern. Dies sollte auch das Senior Management einschließen.

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