Bayer und TCS: Von KI-Tools zur agentenbasierten Transformation
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Highlights
Im CORE-Programm bündelt Bayer eine seiner größten Initiativen zur Modernisierung der eigenen IT- und Prozesslandschaft. Mit der konzernweiten Einführung von SAP S/4HANA hat das Life-Science-Unternehmen das Fundament für effiziente Geschäftsprozesse gelegt. Tata Consultancy Services (TCS) ist seit dem Start als strategischer Partner für Systemintegration mit an Bord. Was mit der Vereinheitlichung von Prozessen und Datenmodellen begann, hat zuletzt eine neue Ebene gewonnen: Künstliche Intelligenz (KI) und Agentic AI sind heute fester Bestandteil der Transformation.
Doppelrolle für KI
Für Jochen Kamp, der die S/4HANA-Implementierung bei Bayer aus IT-Sicht verantwortet, hat Künstliche Intelligenz im CORE-Kontext zwei Seiten. „Sie unterstützt zum einen die Transformation selbst, unsere Entwickler und Designer, und sorgt zum anderen dafür, dass wir in Zukunft die effizientesten Geschäftsprozesse auf Basis von embedded AI haben." Diese Doppelrolle prägt die Entscheidungen im CORE-Programm und bestimmt, wo welche Technologien zum Einsatz kommen – von klassischer Automatisierung über generative KI bis hin zu autonom agierenden Agenten. „Das funktioniert nur, wenn wir starke Teams haben, die technisch versiert sind und Hand in Hand arbeiten", betont Kamp.
Teamarbeit
Schulterschluss mit TCS
Genau hier setzt die Zusammenarbeit mit TCS an, die Kamp als „echtes Teamplay" beschreibt. Im CORE-Programm kommen sowohl generative als auch agentenbasierte KI-Lösungen zum Einsatz, vor allem bei der Erstellung von Testfällen, beim Schreiben von Code und in der Bearbeitung von Störungen. Design-Review-Agenten prüfen Entwürfe und sorgen für bessere Ergebnisse. Den Mittelpunkt bildet ein AI-gestütztes Command Center. „Es steht im Zentrum unserer KI-Initiative", sagt Marco Bickel, verantwortlich für den Enabling Value Stream im CORE-Programm. „Damit schaffen wir Sichtbarkeit über unsere Systemlandschaft hinweg und gewinnen die Datenpunkte, mit denen wir unsere KI-Strategie laufend weiterentwickeln können."
Messbare Wirkung
Die Effekte sind nach kurzer Zeit deutlich erkennbar. Bei der Erstellung von Testfällen erreicht das Team eine Reduzierung des manuellen Aufwands um rund ein Drittel – bei höherer Geschwindigkeit. Auch die Designprüfung mit KI-Unterstützung verbessert die Qualität der Ergebnisse, die Produktivität in der Entwicklung steigt. Die wichtigste Aufgabe der nächsten Phase liegt nun weniger in der Technik als in der Akzeptanz. „Eine der zentralen Herausforderungen ist es, die Adoption in den Teams voranzutreiben", so Bickel. Damit sich die Wirkung im gesamten Unternehmen entfaltet, sollen die Lösungen breit angenommen und zu durchgängigen, agentenbasierten Anwendungen verbunden werden.
„Unser Nordstern ist ein Automation-First-Ansatz, bei dem unser Geschäft, wo immer möglich, vollständig von KI unterstützt wird, damit Prozesse effizient laufen. TCS sorgt als unser Systemintegrator dafür, dass wir auf dieser Reise vom Pilotprojekt bis zum unternehmensweiten Betrieb vorankommen."
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Verantwortung als Fundament
In einem so jungen Anwendungsfeld wie der Künstlichen Intelligenz sind Governance, Vertrauen und Verantwortung für Kamp „absolut entscheidend". Bayer hat dafür eine eigene Plattform aufgebaut, die auf den Grundsätzen einer Responsible AI ruht und einen sicheren, regelkonformen Einsatz im Konzern gewährleistet. Auf dieser Basis lässt sich Schritt für Schritt skalieren, vom Piloten bis zum unternehmensweiten Betrieb. „Es ist essenziell, die besten Köpfe auf allen Seiten zu haben", sagt Kamp. Genau das leisten die Teams von Bayer und TCS Tag für Tag.